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BE Legend Whippet

Der Whippet-

- ein Hauch von Wind, eine Prise Wahnsinn und

ganz viel Sofa

Whippets sind schön. Whippets sind schnell. Whippets sind sensiebel. Whippets sind anschmiegsam. Whippets sind witzig. Whippets sind schlau. Whippets sind anpassungsfähig. Whippets sind so viel mehr… Wer einmal einem Whippet verfallen ist, weiß: Ein Whippet ist selten genug. Meistens. Theoretisch. Denn irgendwann schleicht sich der Gedanke ein, dass ein zweiter Whippet das Leben bestimmt noch schöner machen würde. Und ein dritter? Plötzlich erscheinen mehrere Hunde nicht mehr wie eine organisatorische Herausforderung, sondern wie eine ausgesprochen vernünftige Lebensentscheidung. Schließlich können zwei Whippets gemeinsam auf einem Sofa liegen. Rein theoretisch. In der Praxis braucht man dann ein größeres Sofa.

Elegant wie ein Model, schnell wie ein Blitz

Der Whippet ist ein mittelgroßer Windhund mit einer Figur, für die andere Menschen ihre Ernährung umstellen, Personal Trainer engagieren und anschließend trotzdem unglücklich in den Spiegel schauen würden. Schmale Taille, geschwungene Linien und ein Blick, der wahlweise direkt ins Herz oder zielstrebig in Richtung Leckerli-Vorrat geht. Ein Whippet muss nicht viel tun, um elegant auszusehen. Er muss lediglich irgendwo stehen. Oder liegen. Selbst beim Nichtstun wirkt er, als hätte er einen Exklusivvertrag als Fotomodell. Auch farblich ist einiges geboten: Schwarz, Blau, Sand, Rot, gestromt oder gescheckt. Whippets sind keine Hunde von der Stange. Jeder ist ein kleines Kunstwerk – mit eingebauter Fernbedienung für menschliche Gefühle. Hinter der eleganten Fassade steckt allerdings ein waschechter Jäger. Sieht ein Whippet ein Kaninchen, wird aus dem sanften Sofakissen binnen Sekunden einHochleistungssportler mit olympischen Ambitionen.

Drinnen Prinz/Prinzessin, draußen Pfeil

Im Haus ist der Whippet ruhig, sensibel, anschmiegsam und erstaunlich anpassungsfähig. Restaurantbesuch? Familienfeier? Besuch bei Freunden? Er wird überall ein ausgesprochen angenehmer Begleiter sein. Er liegt ruhig unter dem Tisch und vermittelt den Eindruck, man habe einen besonders kultivierten Hund erzogern. Man könnt fast glauben, ein Whippet weiß sehr genau, wann gutes Benehmen angebracht ist. Zumindest, solange sich draußen nicht gerade ein Eichhörnchen räuspert und eine spontane Karriere als Hauptdarsteller beginnt. Whippets sind in der Regel sauber, geruchsarm und pflegeleicht. Wer allerdings glaubt, ein kurzhaariger Hund hinterlasse keine Haare, darf sich auf eine spannende Begegnung mit der Realität freuen. Besonders auf dunklen Kleidungsstücken entfaltet das feine Whippet-Haar eine erstaunliche dekorative Wirkung.

Sportskanone mit eingebautem Energiesparmodus

Ein Whippet braucht Bewegung – aber bitte mit Konzept. Er ist ein Sprinter, kein Teilnehmer an einer mehrtägigen Wander-Challenge. Was für ihn natürlich auch kein Problem wäre, jedoch richtig glücklich wird ein Whippet erst, wenn er auf sicherem Gelände frei laufen, Haken schlagen und mit anderen Hunden nach Herzenslust flitzen darf. Deshalb macht es Sinn, wenn dem Whippet bei einem Spaziergang auch die Möglichkeit für einen kurze Sprint geboten wird. Rennbahn und Coursing sind für viele Whippets die Königsdisziplinen. Dort können sie ihre Geschwindigkeit, Wendigkeit und ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Wer sie dabei beobachtet, versteht schnell, warum diese Hunde so faszinieren: Sie scheinen zeitweise eher zu fliegen als zu laufen. Und danach? Danach wird selbstverständlich geruht. Schließlich muss man sich von seinen sportlichen Höchstleistungen erholen. Eine weiche Decke ist das Minimum. Ein Sofa wäre angemessen. Eine zusätzliche Kuscheldecke ist eigentlich selbstverständlich. Wer jetzt noch erwartet, dass der Whippet auf dem Boden schläft, sollte seine Vorstellungen von artgerechter Haltung vielleicht noch einmal überdenken. Zumindest aus Sicht des Whippets.

Schlechtwetter und Whippets, ein ansolutes No-Go? Nein. Also nicht generell.

Er findet nur, dass es draußen unzumutbar ist.

Der Whippet besitzt weder ein dickes Fell noch eine üppige Fettschicht. Bei Bewegung kann er sich gut warm halten, doch bei Kälte, Wind und Nässe freut er sich über einen Mantel oder Pullover. Das ist kein modischer Spleen, sondern durchaus sinnvoll. Natürlich könnte man argumentieren, ein Hund brauche keine Garderobe. Das stimmt. Ein Whippet braucht auch keine fünf verschiedenen Schlafplätze, ein eigenes Kissen im Auto oder eine Decke, die farblich zur Einrichtung passt. Er hat diese Dinge trotzdem. Und wenn man ehrlich ist, hat man sie nicht für den Hund gekauft. Man hat sie gekauft, weil sie so niedlich aussahen. Beim Spaziergang im Winter zeigt sich dann, dass der Whippet durchaus eigene Vorstellungen von Zumutbarkeit hat. Regen? Unverschämt. Wind? Persönliche Beleidigung. Schneematsch? Ein Fall für den Tierschutz – zumindest würde man es seinem Gesichtsausdruck nach vermuten. Ein weiteres Thema verdient regelmäßige Aufmerksamkeit: die Krallenpflege. Whippet-Krallen nutzen sich nicht ausreichend ab und müssen deshalb kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Liebevolles Kuschelmonster mit Wärmflascheneffekt! Der Whippet liebt seine Menschen – und zwar möglichst nah, warm unter einer Decke und mit vollem Körperkontakt. So wird der Whippet schnell zur lebenden Wärmflasche. Nach einem aufregenden Tag draußen verwandelt sich der sportliche Wirbelwind in einen ausgesprochen professionellen Kuschelhund. Er rückt näher. Noch näher. Legt den Kopf auf deinen Arm. Schiebt ein Bein unter deine Rippen. Und irgendwann liegt man selbst in einer Haltung, die physiotherapeutische Behandlung rechtfertigen würde. Bewegt man sich, schaut der Whippet beleidigt als hätte man gerade eine langjährige Freundschaft wegen einer Kleinigkeit wie Durchblutungsstörungen und Bewegungsfreiheit aufs Spiel gesetzt. Whippets schlafen gern in Gesellschaft. Sofa, Bett oder Lieblingssessel werden deshalb schnell zu Gemeinschaftsprojekten. Die ursprünglichen Besitzer dürfen selbstverständlich weiterhin mitbenutzen, was ihnen gehört. Sofern Platz ist. Viele Whippets genießen außerdem das Zusammenleben mit Artgenossen. Ein zweiter Whippet kann ein wunderbarer Sozial- und Kuschelpartner sein. Und plötzlich sieht man sich beim Kauf eines Sofas nicht nach dem Desing um, sondern nach der Größe der Liegefläche die zur wachsenden Whippet-Belegschaft passt.

Whippet-Welpen: kleine Raketen ohne Gebrauchsanweisung

Wer glaubt, Whippet-Welpen seien kleine, elegante Ausgaben ihrer erwachsenen Verwandten, wird überrascht sein. Sehr überrascht. Die Kleinen bringen jede Menge Energie, Neugier und Bewegungsfreude mit. Sofas werden zu Sprungschanzen, Sessel zu Hindernissen und Flure zu Rennstrecken. Manchmal fragt man sich, ob man vom Züchter versehentlich einen Flummi mit vier Beinen bekommen hat. Welpen müssen deshalb die Gelegenheit bekommen, ihre Bewegungen auf sicherem Gelände zu entwickeln. Sie lernen, Geschwindigkeit einzuschätzen, auszuweichen und abzubremsen. Aus einem ungestümen kleinen Wirbelwind wird so nach und nach ein sicherer, geschickter Hund. Auch die Menschen lernen dabei eine Menge: Geduld, vorausschauendes Handeln und die Erkenntnis, dass man Gegenstände vielleicht besser nicht auf Whippetwelpenhöhe lagert.

Und für wen ist ein Whippet nun der richtige Hund?

Für Menschen, die einen sensiblen, liebevollen und sportlichen Begleiter suchen. Für Menschen, die Freude an gemeinsamen Aktivitäten haben, den Jagdtrieb ernst nehmen und sichere Möglichkeiten zum Rennen bieten können. Für Menschen, die verstehen, dass ein Whippet zwar ausgesprochen intelligent sein kann, daraus aber nicht automatisch folgt, dass er seine Intelligenz im Sinne des Menschen einsetzt. Und natürlich für Menschen, die bereit sind, ihre Wohnsituation neu zu überdenken. Nicht wegen des Hundebetts. Wegen des Sofas. Ein Whippet bringt Eleganz, Humor, Tempo und Zärtlichkeit ins Leben. Er ist ein blitzschneller Herzensbrecher mit großem Kuschelbedürfnis und einer bemerkenswert ausgeprägten Fähigkeit, genau dann auf dem Schoß zu liegen, wenn man eigentlich arbeiten, essen oder gerade aufstehen wollte. Er ist ein Jäger, ein Sprinter, ein Sensibelchen und ein überzeugter Verfechter des betreuten Wohnens – mit Vollpension und Familienanschluss. Und wenn man sich eines Tages dabei ertappt, beim Züchter nach einem zweiten Whippet zu fragen, obwohl der erste gerade quer über das Sofa liegt und man selbst auf zwölf Zentimetern Sitzfläche balanciert, dann ist es ohnehin zu spät. Wer sich jetzt noch fragt, wem das Sofa gehört. Kleiner Tipp: Es ist nicht der Mensch ;-)

Zusammenfassung

der wichtigsten

Fakten

    Krallenpflege

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die

regelmäßige Kontrolle der Krallen.

Da sich die Krallen eines Whippets

nicht abnutzen, müssen sie alle ein

bis zwei Wochen gekürzt oder

abgeschliffen werden. Beim

Schneiden der Krallen gilt als

Faustregel, dass sie im Stehen etwa

2mm Abstand zum Boden haben

sollen. Zu lange Krallen können die

natürliche Stellung der Pfoten

beeinträchtigen und das

Verletzungsrisiko erhöhen.

    Kälte

Whippets hassen nasses und kaltes Wetter. Sie besitzen weder eine dicke Unterhautfettschicht noch ein wärmendes Fell. Deshalb ist bei kaltem, nassem oder windigem Wetter ein Mantel oder ein Pullover sinnvoll.

    Sprint statt Dauerlauf

Ein häufiger Irrtum ist, dass ein Windhund ständig beschäftigt oder stundenlang bewegt werden müsse. Entscheidend ist beim Whippet vielmehr die Art der Bewegung. Er ist ein Sprinter und braucht regelmäßig die Möglichkeit, seine Geschwindigkeit auszuleben. Kurze, intensive Phasen freien Laufens können für ihn wertvoller sein als lange, gleichmäßige Belastungen. Wanderungen oder Spaziergänge sollten deshalb durch Gelegenheiten ergänzt werden, bei denen der Whippet rennen und spielen kann.

    Fazit

Der Whippet ist ein Hund voller

Gegensätze: draußen schnell und

voller Bewegungsfreude, zu Hause

eher ruhig und ausgesprochen

verschmust.

Wer ihm sichere Möglichkeiten zum

Rennen, ausreichend soziale Nähe

und eine konsequente, liebevolle

Erziehung bietet, bekommt einen

vielseitigen Begleiter, der sich

sowohl für aktive Menschen als

auch für ein entspanntes

Familienleben eignen kann.

Seine besonderen Eigenschaften

sollte man jedoch kennen und

respektieren – vor allem seinen

Jagdtrieb, seine Empfindlichkeit

gegenüber Kälte und die

Krallenpflege.

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